Klaus-Jürgen Schielke
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Richie Beirach & Gregor Huebner, "Duality"
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Poster Enrico Rava

Classic meets Jazz...

Hier entfaltete sich musikalisch ein riesiger Bogen von der späten Romantik bis hin zur Avangarde, vom Jazzstandard bis hin zum Free Jazz. Schon bald verschwammen all diese Richtungen organisch ineinander. Der Klangzauberer am Flügel Richie Beirach entführte die Zuhörer mit seinen mal melodiösen, mal tonal freieren Einleitungen und Improvisationen. und seinen komplexen Akkordwendungen in die verschiedenen Stilrichtungen der Klassik und des modernen Jazz, die er allesamt so beherrschte, das Übergänge zwischen diesen mühelos und selbstverständlich wirkten.

Gregor Huebner an der Violine ließ die Themen durch seinen kraftvollen Ton erstrahlen und riss das Publikum durch seine virtuosen und leidenschaftlichen Soli mit. Ein Highlight setzte er mit seiner Eigenkomposition "Ground Zero". Dabei füllte er die Kirche mit zwei durchgehenden Tönen aus, die sich mal mehr, mal weniger dicht aneinander rieben. In dieser beklemmenden Atmosphäre wurde einem die grausame Vorstellung des im Titel benannten Ortes wieder präsent.

Beide Musiker verband unabhängige Spielfreude, der Spaß am musikalischen Dialog und die Fähigkeit zum Aufbau eines großartigen Spannungsbogens: vom intensiven Versinken im musikalischen Moment bis hin zur expressiven Entladung: für das Publikum jedes Mal ein Erlebnis.

Im letzten Drittel des Programms wurde das Duo von Huebners Bruder Veit am Kontrabass ergänzt. Sein sonorer Sound ließ die Interpretationen nochmals zusätzlich "grooven". Ein gelungener Abend, den das Publikum beim Schlußapplaus nach zwei Zugaben mit großem Beifall feierte.
Text: Albert Franz